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SAfW Wundkompendium

42 · Wund Management Sonderheft 3/2012 Wundauflagen • Schaumstoffe mit Superabsorberpar- tikel halten das aufgenommene Exsu- dat auch unter Kompression Indikation • Breite Indikationen je nach Schaum- stoff Kontraindikation • Bei adhäsiven Schaumstoffen Kont- raindikationen für Semiokklusion be- achten (z.B. Infektzeichen, Tumor- wunden). • Trockene nekrotische Wunden Anwendungshinweise • Schaumstoffe sollen ca. 3 cm über den Wundrand hinausragen. • Nicht adhäsive Schaumstoffe werden mit einem hautfreundlichen Pflaster oder mit einer Binde fixiert. • Schaumstoffe können bei oberfläch- lichen Wunden als Primär- und bei tiefen Wunden als Sekundärverband verwendet werden. • Gesättigte Schaumstoffe können Ma- zerationen verursachen • Zähflüssiges Exsudat kann von ein- zelnen Produkten nicht aufgenom- men werden • Das Verbandswechselintervall wird der Wunde angepasst, ca. alle 2-3 Tage, spätestens nach 7 Tagen. | Folien Eigenschaften • Folien sind transparente Membranen aus Polyurethan, die wundseitig mit hypoallergenem Acrylatkleber be- schichtet sind. • Folien verlieren ihre Haftbarkeit bei Kontakt mit Feuchtigkeit • Sie können kein Exsudat aufnehmen. • Sind wasserdicht und wasserdampf- durchlässig. Ein Maß für die Wasser- dampfdurchlässigkeit ist der MVTR- Wert [27]. Indikation • Semiokklusiver Primärverband bei oberflächlichen Wunden • Semiokklusiver Sekundärverband bei tiefen Wunden Indikation • Leicht bis mäßig exsudierende Wun- den [23] • Geringe bis mäßige bakterielle Be- siedelung • Als Sekundärverband Kontraindikation • Kritisch kolonisierte, infizierte Wun- den • Freiliegende Sehnen, Muskeln, Kno- chen • Ischämische Ulzera • Nekrosen • Tumorwunden Anwendungshinweise • Das Verbandswechselintervall wird der Wunde angepasst, - ca. alle 2-3 Tage, spätestens nach 7 Tagen. • Das Hydrokolloid faltenfrei anlegen • Die Auflage muss die Wundränder mind. 3 cm überlappen • Wundumgebende Haut muss fettfrei sein • Falls nötig dürfen Hydrokolloide über- lappend angebracht werden | Schaumstoffe • Die meisten Schaumstoffe bestehen aus offenporigem absorbierendem Polyurethanschaum und sind mit einer semiokklusiven Polyurethan- Folie abgedeckt [24]. • Sie sind mehrheitlich zur Wundseite sehr feinporig verarbeitet, damit sie nicht mit dem Wundgrund verhaften. • Einzelne Schaumstoffe haben einen Kleberand (adhäsiv) und sind somit semiokklusiv [25] • Bei den Schaumstoffen mit Kleberand ist der Kleber in der Regel auf Acryl- haftbasis. Für empfindliche Haut gibt es auch solche auf Silikonhaftbasis. • Schaumstoffe absorbieren und reti- nieren Exsudat und Mikropartikel bis 30 3 des Eigengewichtes. • Expandieren durch Sekretaufnahme (Hydropolymere) • Schaumstoffe sind unterschiedlich wasserdampfdurchlässig (MVTR- Wert). • Schaumstoffe haben einen leichten Polstereffekt [26]. • Wenn Wundgazen mehrfach gefaltet werden muss dies mit Vorsicht erfol- gen, da die Okklusivwirkung der Va- selineschicht den Sekretabfluss ver- hindert und somit zu Infekt führen kann Anwendungshinweise • Imprägnierte Wundgazen müssen mindestens einmal täglich gewechselt werden, da die Fettgaze am Wundbett anhaftet wenn die Salbengrundlage aufgebraucht ist • Silikongaze: Verbandwechsel ca. alle 2-3 Tage, spätestens nach 7 Tagen • Der Sekundärverband wird entspre- chend der Exsudatmenge gewählt (z. B. Kompressen, Saugkompres- sen). | Hydrokolloide Eigenschaften • Hydrokolloide enthalten stark quel- lende Partikel, die in eine Trägersubs- tanz aus synthetischen Kautschukar- ten eingebettet sind. • Durch die Aufnahme von Exsudat quellen Hydrokolloide auf und bil- den ein Gel, das die Wunde feucht hält [21]. • Das Gel nimmt je nach Exsudat eine gelbliche Farbe an und kann unange- nehm riechen. • Hydrokolloide sind selbsthaftend (zu- sätzliche Fixation bei Bedarf mit einer Folie) an den Rändern • Durch Aufnahme von Exsudat verliert ein Hydrokolloid an der entsprechen- den Stelle die Haftkraft. • Hydrokolloide sind teilweise wasser- dampfdurchlässig und gelten als se- miokklusive Verbände. • Polyurethanfilm als Außenschicht er- möglicht Duschen; Baden nur bedingt • Nicht selten Hautirritationen (durch Okklusivwirkung) oder Allergien (auf Bestandteil der Klebstoffe) • Starke Haftung auf trockener Haut [22] • Schlechte Haftung auf feuchter Haut • Dicke Auflagen rollen sich an den Rändern auf • Entfernen von Gelresten z. T. aufwän- dig

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