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SAfW Wundkompendium

Wund Management Sonderheft 3/2012 · 41 Wundauflagen Awendungshinweise: • Gel wird mit einem sterilen Watteträ- ger, Spatel oder direkt aus dem Behäl- ter auf die Wundfläche aufgetragen (Schichtdicke ca. 0,5 cm) • Gel kann je nach Feuchtigkeitszustand 2 bis 3 Tage auf der Wunde belassen werden • Der Sekundärverband wird so ge- wählt, dass einerseits die Wunde nicht austrocknet, andererseits die Wund- ränder nicht mazerieren | Alginate Eigenschaften • Zur Herstellung von Alginat-Wund- auflagen werden je nach Produkt Cal- cium- und Natriumalginatfasern (aus Seealgen gewonnen) zu vliesartigen Kompressen verarbeitet. • Einige Alginate haben einen Zellu- loseanteil. • In der Wunde findet ein Ionenaus- tausch statt. Die trockene Calciumal- ginatfaser saugt natriumreiches Ex- sudat auf und wandelt sich unter Ab- gabe von Calciumionen in lösliches Natriumalginat um, das auf der Wund- oberfläche ein feuchtes Gel bildet. [16] • Das Alginat ist hydrophil und bindet große Mengen von Flüssigkeit. Was- serabsorption bis zum 20-fachen des Eigengewichts • Es schließt Bakterien und Zelltrüm- mer fest ein und unterstützt dadurch die Wundreinigung [12]. • Die freigewordenen Calciumionen wirken blutstillend. Indikation • mäßig bis stark exsudierende Wun- den, die fibrinös belegt sind [17] • Tiefe Wunden, Wundhöhlen, Wund- taschen • auch für infizierte chronische Wun- den geeignet • Blutstillung [18] • Granulationsförderung Kontraindikationen • Trockene, nekrotische Wunden • Verbrennungen 3. Grades Anwendungshinweise • Alginate werden auf die Wundgröße zugeschnitten • Bei starker Exsudation braucht die Verwendung von Alginat einen Wund- randschutz • Bei geringer Exsudation wird das Al- ginat befeuchtet oder in Kombination mit einem Hydrogel verwendet. Zur Gelbildung des Alginats ist eine aus- reichende Exsudatsmenge notwen- dig, andernfalls besteht die Gefahr, dass die Wunde austrocknet. • Das Gel kann gelblich, bräunlich oder grünlich sein • In Wundhöhlen wird das Alginat lo- cker eingelegt. • Das Verbandswechselintervall wird der Wunde angepasst, ca. alle 2–3 Tage, spätestens nach 7 Tagen. • Der Sekundärverband wird der Wun- de entsprechend gewählt z. B. Folien, Hydrokolloide, Kompressen, Schaum- stoffe | Hydrofaser Eigenschaften • Hydrofaser besteht aus gewobenen Natriumcarboxymethylcellulosefa- sern in Form von Kompressen oder Tamponadenstreifen). • Durch die Aufnahme von Wundsekret verwandelt sich Hydrofaser zu einem weichen, durchsichtigen Gel, das die Wunde feucht hält [19] • Hydrofaser nimmt Zelltrümmer und Mikroorganismen auf und unterstützt dadurch die Wundreinigung. • Eine Mazeration der wundumgeben- den Haut wird verhindert, da die Hy- drofaser nur dort Gel bildet, wo sie Kontakt mit Feuchtigkeit hat (vertika- le Absorption, Wundrand bleibt tro- cken) [12]. Indikation • mäßig bis stark exsudierende Wun- den (Absorption bis zum 30-fachen des Eigengewichts), die nur wenig fi- brinös belegt sind • Wundrandschutz • Unter Kompressionsverbänden ein- setzbar (keine Flüssigkeitsabgabe unter Druck). Kontraindikationen • Wunden mit wenig Exsudat (Hydro- faser verklebt mit Wundbett, dieses trocknet aus) Anwendungshinweise • Die Hydrofaser sollte den Wundrand mind. 1,5 cm überlappen (gleichzei- tiger Wundrandschutz) Hinweis: Ein- berechnen, dass die Faser durch die Gelbildung 10 % kleiner wird. • Bei geringer Exsudation kann die Hy- drofaser befeuchtet werden (nur ge- zielt Wundgebiet befeuchten) oder in Kombination mit Hydrogel verwen- det werden. Hinweis: Wenn die Fa- ser durchsichtig ist, ist sie genügend nass. • Das Verbandswechselintervall wird der Wunde angepasst, – ca. alle 2–3 Tage, spätestens nach 7 Tagen [20]. • Die Hydrofaser muss mit einem Se- kundärverband fixiert werden, der je nach Wundphase Wechselintervall und/oder Exsudatmenge gewählt wird, z. B. Kompressen, Hydrokol- loid oder Schaumstoff). | Wundgazen Eigenschaften • Wundgazen sind aus Cellulose oder aus Kunstfasern, die mit dickflüssi- gem Paraffin beschichtet sind oder bestehen aus Silikon. • Die Beschichtung verhindert das Ver- kleben des Sekundärverbandes mit der Wunde. • Imprägniert mit oder ohne Wirkstoff. • Die Maschenweite ermöglicht ein un- gehindertes Abfließen von Exsudat. Indikation • Schmerzfreie, atraumatische Ver- bandsentfernung • Silikongazen gezielt einsetzen z.B. bei Pergamenthaut und Allergie auf andere Produkte • Oberflächliche Wunden Kontraindikationen • Wenig Exsudat bei chronischen Wun- den

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